Campus Center Jacobs University Bremen

Arbeitsgemeinschaft: Böge Lindner Architekten

Jürgen Böge / Ingeborg Lindner-Böge

Gebäudetyp: Universität   | Stadtteil: Vegesack  | Baujahr: 2004  | Bauherr: Jacobs University Bremen  |
Straße: Campusring 1  

RaumschichtenHauptfassade von WestenHauptfassade von OstenGlas versus BacksteinFoyerFassadendetailBibliotheks-KubusBibliothekAusblick
MasterplanGrundriss ErdgeschossGrundriss Erdgeschoss / Ansicht SüdGrundriss 1. Obergeschoss
Sensibel eingefügt

Sensibel eingefügt (Foto: Klaus Frahm)

Seiner Bedeutung entsprechend befindet sich das Campus Center in der Mittelachse der ehemaligen Flak-Kasernen-Anlage aus den 1930er Jahren. Um alle Funktionen wie Konferenzräume, Shops und die Bibliothek aufnehmen zu können, musste das Bauvolumen vergrößert werden. Dafür wurde der Mittelteil des eingeschossigen Altbaus komplett entfernt, das geneigte Dach an der Südseite aber später samt historischem Uhrenturm wieder eingefügt. So äußert sich der Neubau an dieser Seite als ein zweigeschossiger gläserner Kubus, der in der Dachfläche wie eine langgestreckte Gaube wirkt. Der Blick aus dem Gebäude fällt hier auf den bis zum Campus Center verlängerten zentralen Grünraum, dem Campus-Platz, der auf dem ehemaligen Sportfeld entstanden ist.
_Während sich an der Südseite der Neubau geschickt in den Altbau einfügt, tritt er an der Nordseite als ein viergeschossiger Bibliotheksriegel zeichenhaft hervor. Eine moderne Fassade aus grün bedrucktem Glas setzt hier einen deutlichen Kontrast zur biederen Ziegelarchitektur des Altbaus. Das geräumige, lichte Foyer eignet sich auch für festliche Veranstaltungen. In den Dachschrägen des Altbaus sind atmosphärisch stimmungsvoll die studentischen Arbeitsplätze untergebracht.

O-Ton „Den Architekten ist es gelungen, in der strengen Anlage der ehemaligen Kaserne eine individuelle Lösung für den jeweiligen Ort, entsprechend der Campusidee, zu finden. Zusammengehalten wird das Ensemble sowohl durch das räumliche Konzept der bestehenden Anlage als auch durch die hohe, gleichrangige architektonische Qualität der baulichen Eingriffe und durch den höchsten Ansprüchen genügenden Detaillierungsgrad.“ Aus dem Jury-Urteil zum BDA-Preis 2006