Katholisches Birgittenkloster im Schnoor

Architekt: Tilgner, Ulrich

Gebäudetyp: Kloster   | Stadtteil: Mitte  | Baujahr: 2002  |
Straße: Kolpingstrasse 1c  

Blick auf die KapelleFoto des ObjektesKolpingstraßeKolpingstraßeGartenhofFoto des Objektes„Amor meus crucifixus est„Gartenseite
Zeichnung des ObjektesZeichnung des ObjektesZeichnung des ObjektesZeichnung des ObjektesZeichnung des ObjektesZeichnung des ObjektesZeichnung des ObjektesZeichnung des Objektes
Gartenhof

(Foto: Holger Kattert)

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Architekturbüro Ulrich Tilgner

vorhandene Unterlagen

+ Syring, Eberhard / Schaper, Jörn Tore (Hrsg.): Leichtes Zelt und feste Burg, Bremen: Schünemann, überarb. Aufl. 2016.

Auf einem schmalen Grundstück im Schnoor-Viertel wurde ein Kloster für den Birgitten-Orden errichtet: Die erste Klosterneugründung seit dem Mittelalter im protestantisch geprägten Bremen. Die Ursprünge der Gemeinschaft reichen ins 14. Jahrhundert zurück. Nach zwischenzeitlichem Aus im frühen 20. Jahrhundert neu gegründet, stehen Internationalität und die Idee der Ökumene für das Profil des Ordens. Mit Bremen wurde für die erste Filiale in Deutschland ganz bewusst ein Standort in der Diaspora gewählt.
_Der in das malerische Ambiente des Schnoorviertels eingepasste Neubau setzt sich aus drei miteinander verkoppelten Baukörpern zusammen: Das turmartige Gebäude an der Straße ist ein Gästehaus. Der zweigeschossige Schwesternflügel wird durch einen Vorhof von der Straße abgesetzt. Die acht Zimmer orientieren sich zu einem kleinen Gartenhof, durch den auch der öffentliche Zugang zu dem dritten Bauteil, der Kapelle, verläuft.
_Durch die Lage des Wohnhauses zwischen Kapelle und Gästehaus (der Haupterwerbsquelle des Klosters) wirkt die Grundrissanordnung wie die funktionalistisch-räumliche Übertragung dessen, was klösterliches Leben seit je geprägt hat: ora et labora.
Für den internen Gebrauch ist die Kapelle direkt vom „inneren Konvent„ zu erreichen. Doch auch Gäste sind – außerhalb der täglichen Gebetszeiten – gern gesehen. Der öffentliche Zugang erfolgt über den Gartenhof. Der Besuch lohnt sich schon des schönen Innenraums wegen. Er ist, im Kontrast zum kräftigen terrakottaroten Anstrich außen, in Weiß und hellem Material gehalten. In seiner klaren Schlichtheit besitzt er ein skandinavisches Flair. Die gläserne Rückwand im Osten ist kreuzförmig unterteilt – ein Verweis auf den Wahlspruch des Ordens: „Amor meus crucifixus est„ (Meine Liebe ist das Kreuz).